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Sprachenportfolios

Das vom Europarat im Jahr 2000 initiierte „Europäische Sprachenportfolio/ESP” hat zwei Grundfunktionen, eine pädagogische und eine Berichts- und Dokumentationsfunktion (Schneider & Lenz, 2001, 3). Die pädagogische Funktion soll Lernende zum Sprachenlernen im Allgemeinen motivieren sowie zu plurilingualen und interkulturellen Erfahrungen und Selbstreflexion anregen. Die Berichts- und Dokumentationsfunktion hat zum Ziel, Lernende zur Dokumentation ihrer Sprachkompetenzen zu ermuntern. Auf Basis der Papierversion vom Juni 2000 wurde in enger Zusammenarbeit von EAQUALS (European Association for Quality Language Services) und ALTE (Association of the Language Testers in Europe) ein „Elektronisches Europäisches Sprachenportfolio/eESP” entwickelt und vom Europarat akkreditiert. Die elektronische Version wird für heranwachsende Lernende (15 Jahre und älter) empfohlen und ist derzeit auf Englisch und Französisch verfügbar. Das Sprachenportfolio selbst sowie ein Leitfaden für Lehrer*innen und ein Praxisheft mit Unterrichtsbeispielen können unter folgenden Links vom Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrum (ÖSZ) heruntergeladen werden:

Ebenfalls vom Europarat wurde der „europass“ entwickelt. Er besteht aus den fünf Teilbereichen Lebenslauf, Sprachenpass, Mobilität, Diploma-Supplement und Zeugniserläuterungen. Der persönliche „europass“-Sprachenpass dokumentiert mit Hilfe von Selbstbeurteilungsrastern die individuelle Sprachkompetenz, listet die erworbenen Zertifikate und Diplome auf und beschreibt die persönlichen sprachlichen Erfahrungen. So wie das eESP kann der „europass“ kostenfrei heruntergeladen werden (via http://www.europass-info.de).

Individuell gestaltete, multimediale, webbasierte Sprachenportfolios können aber auch mit Software wie Mahara, WordPress, Elgg und anderem erstellt werden (Buchberger et al., 2007). Ebenfalls eignen sich Tools wie das zuvor erwähnte Edublogs oder das Ideenfindungstool Padlet für die digitale Gestaltung und Freigabe eines Portfolios, wobei das Portfolio durch Edublogs vom visuellen Aspekt eher einem Blog ähnelt und durch Padlet individuellere Gestaltungsmöglichkeiten durch verschiedenste Templates ermöglicht werden (Edublogs, o. D.; Padlet, o. D.). Für die multimediale Gestaltung des Portfolios empfiehlt sich die Plattform Canva, da die Schüler*innen durch die unzähligen vorhandenen Designs ihr Portfolio einzigartig gestalten können (Canva, o. D.).