Sprechinhalte erarbeiten und präsentieren
Zur Förderung der Sprechkompetenz bietet das Internet heute, im Gegensatz zur Anfangszeit des Webs, die der mündlichen Kommunikation nur begrenzten Raum ließ, diverse Möglichkeiten. Aufgrund schnellerder Internetzugänge,Technologien Breitbandnetzevon Web 4.0 wie kontinuierliche Datenübertragung/-verarbeitung und derweitverbreitete Partizipationsmöglichkeiten des Web 2.0KI-Integrationen, ist es möglich, neben dem Schreiben, Lesen und Hören nun auch das Sprechen in Echtzeit zu fördern.rdern, ohne einen direkten Gesprächspartner zu haben.
Asynchrone Kommunikation
Asynchrone Sprechanlässe monologischer Form können Lehrende und Lernende begleitet von audiovisuellem Material mit Hilfe von Präsentationsoftware (zum Beispiel Powerpoint)PowerPoint) zunächst realisieren und anschließend anderen Lernenden zugänglich machen, indem sie für die eigene Lerngruppe, für eine größere Lerngemeinschaft oder sogar für alle Internetnutzer/innen veröffentlicht werden (zum Beispiel via YouTube). Dabei besteht noch die Kommentarfunktion der erstellten Beiträge, womit, in Kombination zum Sprechen, die Entwicklung von weiteren Kompetenzen, zum Beispiel argumentatives oder meinungsbetontes Schreiben, angeregt wird (siehe auch Kapitel #educast).
MotivationsförderndEine weitere Umsetzungsvariante von asynchroner Kommunikation in der Zielsprache kann über das zuvor erwähnte Podcasting erzielt werden, wo Schüler*innen sich selbst dabei aufnehmen, wie sie eine vorgegebene Sprachaufgabe in der Zielsprache abarbeiten (siehe Kapitel #hörverstehen). Diese Dateien können Webin 2.0-Toolsweiterer zudemFolge von den Schüler*innen selbst in einem Forum einer Lernplattform bereitgestellt werden, wo sie Feedback auf ihre Aufnahme von ihren Mitschüler*innen erhalten. Durch sorgfältige Moderation der Lehrperson können mit dieser Methode auch über den asynchronen Weg rege Diskussionen angeregt werden bzw. ganze Themenblöcke durch die Schüler*innen selbst eingeleitet werden. Die Erstellung von bestimmten asynchronen Formaten wie short-form Videos (z.B. TikTok) Vlogs, Tutorials, oder Do-It-Yourself Videos kann ebenfalls ein motivierendes Setting für gelenktefreies SprechäußerungenSprechtraining zeitversetztdarstellen, eingesetztda werden,auf womitdie mündlicheLebenswelt Beiträgeder aufgenommen,Schüler*innen andereneingegangen Nutzerinnenwird. Diese Art von asynchroner Kommunikation wirkt sich ebenfalls positiv auf die Medienkompetenz der Schüler*innen aus und Nutzernstärkt perderen MailVerständnis geschicktasynchroner beziehungsweiseFormate. inDurch BlogsKI-gestützte oderTools Plattformkursensowie eingebettetApps werden.für Dabeiden variiertFremdsprachenerwerb diewie Übungspalette.beispielsweise EsDuolingo, können einfachePhrasen reproduktivegeübt Sprechaufträge,bzw. bissogar hinGespräche geführt und aufgenommen werden, ohne einen menschlichen Gesprächspartner zur Verfügung zu Kettenübungenhaben, undwas Aufgabenneue zurDimensionen Durchführungder vonasynchronen kleinenKommunikation kooperativenim ProjektenFremdsprachenunterricht gestelltöffnet werden.(Duolingo, Ihro. Mehrwert liegt grundsätzlich darin, dass sie durch eine einfache Bedienung systematisch die Zielsprachverwendung einführen und konstruktiv das freie Sprechen vorbereiten.D.).
Synchrone Kommunikation
Um intensive Interaktionsprozesse für das Mündliche zu initiieren, sind Sprechaktivitäten dialogischer Form angebracht, in denen nicht nur Inhalte reproduziert werden, sondern Kommunikation in der Zielsprache angestrebt wird.
Umsolch
!authentische Interaktionen anzuregen, braucht es ein motivierendes Szenario, in dem die Sprachaktivität situiert wird. Das
ProjektkannE-JournalinbietetFormUnterstützungeiner Simulation/Role Play sein aber auch in Form von einem Interview, einer Diskussion, einer freien Geschichte (jede Person erzählt immer nur ein paar Sätze weiter) oder einer moderierten Debatte über ein Thema. Wichtig ist dabei die Teilnehmer*innen ausreichend in den Kontext der Aktivität einzuführen, damit diese sich rein auf die Sprachproduktion undeinihreeigenesRolleWerkzeuganstattfürdenFremdsprachenlehrende:Rahmenbedingungenhttp://dafnord.eduprojects.net/ejournal.htmlkonzentrieren können.
Zur Unterstützung von Gesprächsentwicklung, von Konferenzen und multimedialem kollaborativem Austausch in synchroner Form bieten sich verschiedene Werkzeuge an (Döring & Pöschl, 2003; siehe Kapitel zu #kommunikation, #videokonferenz). Das dialogische Sprechen kann zu zweit oder in Gruppenarbeit durchgeführt werden, wobei gelenkte und freie Übungen eingesetzt werden können (Beißwenger & Storrer, 2005). Dadurch findet Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden, hauptsächlich jedoch unter Lernenden statt. Über Sprechaufträge hinaus eignen sich solche Software-Programme als reine Kommunikationsmittel in der Zielsprache zur Erarbeitung und Betreuung von kollaborativer Spracharbeit (zum Beispiel Schulprojekte, internationale Projekte). Dabei besteht der positive Effekt für das Lernen darin, dass die Lernenden auf diesem Wege – und umgeschaltet auf eine prinzipiell authentischere sprachliche Ebene – zur Anbahnung und Aufrechterhaltung der Kommunikation angeregt werden.
Einen zusätzlichen Motivationsfaktor zu den bereits genannten synchronen Kommunikationsformen im Fremdsprachenunterricht kann die Integration von Gamification-Elementen in die Sprachaktivität darstellen. Die Erstellung eines Rankings bzw. Vergabe einer Art Badge (über z.B. diverse Lernplattformen wie Moodle) an die beste Gruppe kann den kompetitiven Geist der Schüler*innen für zukünftige Aufgaben der Art wecken. Kahoot und Quizlet sind zwei Beispiele für digitale Tools, welche sich für diesen ergänzenden Zweck frei gestalten lassen, Gamification-Elemente wie Leaderboards und Timer enthalten und bei den Schüler*innen hohen Zuspruch erhalten (Kahoot, o. D.; Quizlet, o. D.).
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Zusätzlich zu unterschiedlichsten Kommunikationstools können auch Lernpartnerschaften gesucht und gepflegt werden. Hier unterstützen Angebote wie das „eTandem“ der Universität Bochum (Brammerts & Kleppin, 2001) oder Applikationen wie HelloTalk, wo man sich über eine App mit anderen Nutzer*innen, welche die Zielsprache als Muttersprache sprechen, regelmäßig per (Video-)Chat in Verbindung setzen kann (HelloTalk, o. D.).