Kriterien für den Einsatz von Technologien und Lernformen Die Entscheidung für den Einsatz einer bestimmten Lerntechnologie bzw. -form und damit für ein bestimmtes didaktisches Szenario (Reinmann, 2010) hängt von verschiedenen Kriterien ab: von der Lernstrategie des Unternehmens, zum Beispiel: Welche langfristigen Ziele sollen mit dem Einsatz webbasierter Bildungstechnologien unterstützt werden? Soll eher das strukturierte, geführte Lernen oder mehr das selbstorganisierte, informelle Lernen gestärkt werden? von den Lernzielen , zum Beispiel: Soll kurzfristig über ein neues Produkt informiert oder langfristig eine bestimmte Kompetenz entwickelt werden? von der Zielgruppe , zum Beispiel: Wie groß ist die Zielgruppe? Wie ist sie räumlich verteilt? Welche Anforderungen an bzw. Erfahrungen mit bestimmten Lerntechnologien und Lernformen hat sie? von der technologischen Infrastruktur , zum Beispiel: Wie ist das interne Netz ausgestattet? Sind die Endgeräte „multimediafähig“? Gibt es eine Lernplattform? Werden mobile Endgeräte („mobile learning“) eingesetzt? von den finanziellen Ressourcen , zum Beispiel: Welches Lernszenario ist am kostengünstigsten? Können Lernangebote mit eigenen Fachkräften entwickelt werden oder braucht es externe Expertinnen und Experten? Können Open-Source-Lösungen genutzt werden? von den organisatorischen Rahmenbedingungen , zum Beispiel: Welche internen Ressourcen zur Entwicklung, Einführung und Begleitung bestimmter Lernszenarien stehen zur Verfügung? Welcher Entwicklungszeitraum ist geplant? Welche Entscheidungsträger/innen und Bereiche sind an Entwicklung und Einsatz eines Bildungsangebots beteiligt? von der Konkurrenz , zum Beispiel: Wie kann man sich im „war for talents“ durch den Einsatz innovativer Lerntechnologien und Social Media einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen? ? Überlegen Sie, warum bis heute nur wenige Unternehmen Social Media in ihre Lernsysteme integriert haben. Abb. 3: Themen in der Weiterbildung, bei denen E-Learning in Unternehmen eingesetzt wird (n=51, Angabenin Prozent). Quelle: MMB, 2010