Fremdsprachen im Schulunterricht
In diesem Kapitel wird ein exemplarischer Überblick über den Einsatz von Technologien beim Fremdsprachenlernen und -lehren gegeben. Ausgehend vom „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen” wird der Technologieeinsatz bei der Entwicklung und Einübung der dort erwähnten Fertigkeiten erläutert. Die weiteren Abschnitte behandeln Sprachenportfolios, Fort- und Weiterbildungsangebote für Fremdsprachenlehrende sowie aktuelle Praxisprojekte (wie zum Beispiel das Projekt „eTwinning“), die den Einsatz von Technologien im schulischen Fremdsprachenunterricht illustrieren und konkretisieren sollen.
Autoren: Johanna Chardaloupa, Georgios Perperidis, Gerlinde Buchberger, Verena Heckmann, Elke Lackner, Jennifer FreyÜberarbeitet von: Tanja Grinschgl
- Einleitung
- Hörverstehen
- Fremdsprachliche Lesekompetenz
- Sprechinhalte erarbeiten und präsentieren
- Fremdsprachliche Schreibfähigkeit entwickeln
- Sprachenportfolios
- Fort-und Weiterbildungsmöglichkeiten für Fremdsprachenlehrer/innen im Web
- Ausblick
- Literatur
Einleitung
Seit Beginn des Zeitalters des Internets, Web 2.0 und der weiten Verbreitung von mobilen Endgeräten sind moderne Technologien auch aus dem Bereich des Sprachenlehrens und -lernens kaum mehr wegzudenken (Nieweler, 2006). Im Sprachenklassenzimmer von heute wird erwartet, dass Werkzeuge und Kommunikationsformen, die in der Freizeit Anwendung finden, auch für den schulischen Kontext nutzbar gemacht werden. Weiterentwicklungen in den Bereichen KI, Natural Language Processing (NLP) und Machine Learning können auch im Fremdsprachenunterricht vermehrt Anwendung finden in der Erstellung von authentischen Materialien, der automatisierten Unterstützung bei Verbesserung/Übersetzung von Texten oder der Übung des Sprachgebrauchs mithilfe von Chatbots (European School Education Platform, 2024).
In einer globalisierten Welt kann Lernen und Lehren auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Voraussetzungen von Lernenden besser eingehen. Moderne Technologien eröffnen enorme Möglichkeiten für verstärkte Individualisierung. Sie machen Lernende räumlich und zeitlich weitgehend unabhängig und erleichtern selbstbestimmtes, autonomes, konstruktivistisches Lernen (Nieweler, 2006; Schmidt, 2005; vgl. Kapitel #lerntheorie). Für den Fremdsprachenerwerb und -unterricht ermöglichen sie neben leicht zu realisierender Informationsbeschaffung eine globale Vernetzung, weltweite Kommunikation und Kooperation und den Zugang zu topaktuellen authentischen Quellen und Unterrichtsmaterialien. Ebenso sind moderne Technologien in der Lage durch zahlreiche digitale Tools, welche in den letzten Jahren entwickelt wurden, eine spielerische Umgebung für den Spracherwerb zu schaffen.
Der „Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen“ (GERS) definiert fünf Fertigkeitsbereiche, nämlich: „hören“, „lesen“, „zusammenhängend sprechen“, „an Gesprächen teilnehmen“ und „schreiben“ (ÖZG, 2009, 10; siehe Abbildung 1), die sich, wie auch Abbildung 1 zeigt, in konkreten Kommunikationssituationen überschneiden und somit nach Möglichkeit auch integrativ und nicht isoliert gelehrt und gelernt werden sollten.
Dieses Kapitel wird zunächst über den (möglichen) Technologieeinsatz beim Sprachenlernen berichten und sich dabei an der Struktur des GERS orientieren. Im Anschluss werden Projekte wie das europäische Sprachenportfolio beschrieben, Webangebote für Lernende und Fortbildungsangebote für Lehrende genannt und abschließend ein konkretes Beispiel für die Anwendung im Schulunterricht gegeben.
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Die URL von diesen und allen weiteren im Kapitel genannten Angeboten finden Sie bei Diigo (https://groups.diigo.com/group/l3t_20) unter den Schlagworten #l3t und #sprache bzw. #l3t_sprache.
Hörverstehen
Im Netz sind viele fremdsprachliche Audiomaterialien verfügbar, etwa Radio-Streams, Podcasts, kostenlose und kostenpflichtige Hörbücher oder auch Videos (beispielsweise bei YouTube). Podcasting ist ein modernes Multimedia-Phänomen, das vielseitige Möglichkeiten unter anderem für den Unterrichtseinsatz eröffnet (siehe Kapitel #educast). Bei vielen Podcasts handelt es sich oft um die Zweitverwertung von Nachrichtensendungen, Reportagen oder Interviews. Ein umfangreiches Angebot bieten beispielsweise Radio Nacional de España, BBC, NYT, Radio France oder die ARD-Mediathek, um einige Optionen für verschiedene Fremdsprachen zu nennen. Jedoch gibt es unzählige weitere Sender weltweit für die unterschiedlichsten Fremdsprachen, deren Nennung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.
Unter den Informationspodcasts finden sich Nachrichten in langsamem Sprechtempo mit transkribierten Hörtexten wie das „Journal en français facile“, die „BBC World News For Children“ und die langsam gesprochenen Nachrichten der Deutschen Welle. Private Podcasts werden von Sprachschulen und Fremdsprachenlehrenden angeboten, die in didaktisierter Form transkribierte Hörtexte und Übungsmaterialien zur Verfügung stellen. Dazu gehören der Schweizer Podclub, das französische Blog GABFLE, Breaking News English von Sean Banville und der deutsche Podcast Slow German. Ebenso gibt es Podcasts, welche speziell für den Zweck des Fremdsprachenerwerbs erstellt wurden, wie beispielsweise von dem Anbieter der Fremdsprachenlernapp Duolingo auf Französisch und Spanisch (Duolingo Podcast, o. D.). Jedoch können auch beliebige geeignete Podcasts ohne bereits vorhandene Transkriptionen im Unterricht verwendet werden. Mithilfe von KI können einfach automatisierte Transkriptionen beliebiger Hörtexte erstellt werden, wodurch die Lehrperson lediglich die didaktische Aufbereitung des Podcast in Form von Übungsmaterialien durchführen muss. (Webressourcen zu diesen und weiteren Beispielen finden Sie bei Diigo (https://groups.diigo.com/group/l3t_20) unter den Schlagworten #l3t und #sprache bzw. #l3t_sprache.)
Hörtexte auswählen und bearbeiten
Die Schwierigkeit bei der Suche nach geeigneten Podcasts liegt darin, aus dem reichhaltigen Angebot passende Beispiele auszuwählen, die dem Kompetenzniveau der Lernenden entsprechen, wobei Hörtexte im Vergleich zu Lesetexten nicht überflogen und quergelesen werden können, sondern bei der Unterrichtsvorbereitung der gesamte Podcast angehört werden muss, bevor man entscheiden kann, ob der Text geeignet ist. Oft finden sich schriftliche Kurzzusammenfassungen der Inhalte oder sogar komplette Transkriptionen der Sprechertexte, die die Textvorauswahl unterstützen. Ebenso kann KI genutzt werden, um ebendiese Kurzzusammenfassungen bzw. Transkripte für einen Podcast generieren zu lassen. Das Hördokument soll den curricularen Vorgaben entsprechen, an die Erfahrungswelt der Lernenden anknüpfen und aktuelle und authentische Kontexte bieten (Heckmann, 2009a). Sollte das Sprechtempo zu schnell sein, kann das Tempo der Hörtexte mit der freien Software zur Audiobearbeitung Audacity oder anderen Audioeditoren verändert werden (vgl. Kapitel #educast). Zudem können die Hörtexte geschnitten und die einzelnen Teile beliebig zu einem neuen Text zusammengefügt werden. Die Audiobearbeitung kann sowohl Aufgabe der Lehrperson während der Unterrichtsvorbereitung sein als auch eine Möglichkeit, die Lernenden zu aktivieren und ihnen die Gelegenheit zu geben, Hörtexte zu suchen, zu bearbeiten und der Lerngruppe beispielsweise auf einer Lernplattform zur Verfügung zu stellen.
Individuelles Hörverstehen und Partizipation
Im Gegensatz zum traditionellen Hörverstehen frontal im Klassenverband haben die Lernenden über mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet von jedem beliebigen Ort aus Zugriff auf Audiodateien/Videos online oder via einer Lernplattform und bestimmen das Hörtempo individuell, indem sie die Aufnahme pausieren sowie vor- und zurückspulen. Nachdem das Hörverstehen über geschlossene oder offene Aufgaben gesichert wurde, sollte eine produktiv-kreative Phase anschließen, die über den eigentlichen Hörtext hinausgeht. Beim Einsatz von Podcasts bietet es sich an, die Lernenden zu schriftlichen Texten in Form von Meinungsäußerungen oder persönlichen Berichten als Reaktion auf das Thema des jeweiligen Podcast anzuregen. Eine weitere Form der Partizipation besteht in der Produktion eigener Hörtexte, die anschließend, zum Beispiel für Klassenkolleg*innen oder bei Audio-Lingua.eu, Sprachenlernenden aus der ganzen Welt zur Verfügung gestellt werden können. Die Möglichkeit der sozialen Interaktion zwischen den Lernenden schafft authentische Schreib- und Sprechanlässe (Heckmann, 2009b, vgl. Kapitel #educast). Je nach Präferenz und Vorgaben kann für die eigene Erstellung solcher Hörtexte die Aufnahmefunktion eines Smartphones, Audiobearbeitungssoftware wie Audacity oder ein Online-Sprachaufzeichnungsdienst wie Vocaroo verwendet werden (Vocaroo, o. D.).
Fremdsprachliche Lesekompetenz
Die Entwicklung des Lese- ebenso wie die des Hörverstehens ist als notwendiger rezeptiver Ausgangspunkt, als Basiskompetenz für das Lernen und als Input und Impulsgebung für andere, produktive sprachliche Äußerungen, wie Diskussionseinstiege, zu betrachten.
Auch hier können neue Medien, Social Software und Internetressourcen sowohl in informellen als auch formellen, institutionellen Kontexten von großem Nutzen sein und besitzen, wie bereits einleitend erwähnt, einen hohen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Methoden und Ressourcen.
Internet als Quelle von Hypertext und Hypermedien
Das Internet bietet eine Fülle an Texten in vielen europäischen Sprachen und Schwierigkeitsgraden und zu jedem nur vorstellbaren Thema. Seit den Anfängen des Web 1.0 bereichern Hypertext, Hypermedien und diverse Hypertext-Nachfolgesysteme (Schulmeister, 2007, 295ff) den Fremdsprachenerwerb und unterstützen mit ihren nicht-linearen Texten vor allem autonome, konstruktivistisch orientierte Sprachenlernende dabei, sich ihre individuellen Lernpfade selbst zu organisieren, rasch an weiterführende Information zu gelangen oder Definitionen und/oder Übersetzungen von ausgewählten Schlüsselwörtern oder Redewendungen zu erhalten (zum Beispiel Britannica, Wikipedia). Auch sogenannte „Cursor Translator“ sind hilfreiche Werkzeuge zur leichteren Erschließung von Texten (zum Beispiel Online-Zeitschriften des Spotlight-Verlags). Dank Weiterentwicklungen im Bereich KI können weiterführende Informationen oder Texte zu bestimmten Themen durch KI-gestützte Tools oftmals noch leichter ausfindig gemacht werden als bisher. Ebenso kann die Lese- und Schreibkompetenz durch die schriftliche Interaktion mit einem Chatbot gezielt selbstständig trainiert werden.
Bei manchen Ressourcen, zum Beispiel bei Online-Zeitungen wie bei den New York Times, oder auch bei freien Bildungsressourcen (Open Educational Resources, kurz OER, siehe Kapitel #openness) wie dem Open-Courseware-Projekt vom MIT, gibt es die Möglichkeit der audio-visuellen Rezeption. Dabei werden die Transkripte gemeinsam mit Videoaufzeichnungen wichtiger Interviews, Fernsehdiskussionen oder Vorlesungen online veröffentlicht, sodass Lernende zum besseren Verständnis der Hörtexte die synchron geschalteten Transkripte heranziehen können. Ebenso ermöglichen bestimmte OER-Angebote das Verfolgen von Video-Vorlesungen zusammen mit den jeweiligen Transkripten (vgl. Kapitel #openness). Eine weitere umfangreiche Ressource in diesem Bereich ist der YouTube-Kanal TEDx Talks, welcher Aufzeichnungen von internationalen Events der Organisation TED enthält. Auf deren YouTube-Kanal sowie der Webseite von TED selbst sind tausende wissenschaftlich fundierte Kurzpräsentationen zu einer Vielzahl von Themen in vielen Sprachen mit vorhandenen Transkripten zu finden (TED, o. D.; TEDx Talks, o. D.).
Wie bei allen Internet- bzw. KI-unterstützten Ressourcen ist jedoch die Evaluierung der Qualität gewählter Ressourcen notwendig. Texte aus zuverlässigen Quellen auszuwählen, ist ein erster Schritt der Qualitätskontrolle. Textmaterialien von qualitativ hochwertigen Websites, wie zum Beispiel von internationalen Kulturinstituten, öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehanstalten mit Bildungsauftrag, renommierten Bildungseinrichtungen oder Onlineversionen von Qualitätszeitungen und -zeitschriften weisen normalerweise die von Sprachenlernenden und -lehrenden erwartete Qualität auf. Oftmals wird auch die Anpassung gewisser schwieriger Vokabeln oder Phrasen durch Umschreibung bzw. Übersetzung notwendig sein. Auch hierfür gibt es Tools wie beispielsweise Rewordify, was automatisch schwierige englische Vokabeln in einem Text erkennt und diesen eine Umschreibung in einer eigenen Vokabelspalte zuordnet (Rewordify, o. D.).
Online-Wörterbücher, Korpora, Konkordanzen und Enzyklopädien
Neben einer Vielzahl von ein-, zwei- oder mehrsprachigen Online-Wörterbüchern bietet das Internet für fortgeschrittene Fremdsprachenlernende auch Korpora, Konkordanzen und Enzyklopädien in vielen europäischen Sprachen. Einige davon sind frei im Internet verfügbar, andere sind kommerzielle Produkte.
In der Praxis: Kostenlose Wörterbücher
Multilinguale Wörterbücher
- Leo.org: http://dict.leo.org (EN, FR, IT, ES, DE, RU, Chinesisch)
- dict.cc: http://www.dict.cc (mehr als 30 Sprachen)
- Woxicon: http://www.woxikon.de (EN, IT, ES, FR)
- Pons: http://www.pons.eu (EN, FR, IT, ES, PT, RU, GR, SL)
Beispiele für einsprachige englische Wörterbücher
Weblogs, Web-Quests, Wikis, Open Educational Resources (OER) und Social-Bookmarking-Dienste
Auch Weblogs, Wikis und OER können, sofern sie den geforderten Qualitätskriterien genügen, wertvolle Quellen für authentische Texte sein und sowohl die Entwicklung der Lese- als auch der interkulturellen und kommunikativen Kompetenz fördern. Social-Bookmarking-Dienste helfen bei der Recherche, RSS-Feeds beim regelmäßigen Zugang zu geeigneten Materialien (Rüddigkeit, 2006).
Kommerzielle Online-Ressourcen zum Fremdsprachenlernen
Neben einer unerschöpflichen Fülle von frei verfügbaren authentischen, teilweise bereits didaktisch aufbereiteten Texten, bietet das Internet auch Ressourcen auf kommerziellen Plattformen. Die Anbieter/innen sind zum Beispiel Verlage, die für die Abonnentinnen und Abonnenten ihrer Sprachzeitschriften oder die Käuferschaft ihrer Lehrbücher aktuelle, didaktisch aufbereitete Onlinematerialien und Onlinedossiers teilweise gratis, teilweise gegen geringe Gebühren zur Verfügung stellen. Ebenso gibt es unzählige Anbieter für Online-Sprachenkurse, zu deren Onlinematerialien man entweder sofort gratis oder nach Zahlung einer kleinen Gebühr Zugriff bekommt.
Sprechinhalte erarbeiten und präsentieren
Zur Förderung der Sprechkompetenz bietet das Internet heute, im Gegensatz zur Anfangszeit des Webs, die der mündlichen Kommunikation nur begrenzten Raum ließ, diverse Möglichkeiten. Aufgrund der Technologien von Web 4.0 wie kontinuierliche Datenübertragung/-verarbeitung und weitverbreitete KI-Integrationen, ist es möglich, neben dem Schreiben, Lesen und Hören auch das Sprechen in Echtzeit zu fördern, ohne einen direkten Gesprächspartner zu haben.
Asynchrone Kommunikation
Asynchrone Sprechanlässe monologischer Form können Lehrende und Lernende begleitet von audiovisuellem Material mit Hilfe von Präsentationsoftware (zum Beispiel PowerPoint) zunächst realisieren und anschließend anderen Lernenden zugänglich machen, indem sie für die eigene Lerngruppe, für eine größere Lerngemeinschaft oder sogar für alle Internetnutzer/innen veröffentlicht werden (zum Beispiel via YouTube). Dabei besteht noch die Kommentarfunktion der erstellten Beiträge, womit, in Kombination zum Sprechen, die Entwicklung von weiteren Kompetenzen, zum Beispiel argumentatives oder meinungsbetontes Schreiben, angeregt wird (siehe auch Kapitel #educast).
Eine weitere Umsetzungsvariante von asynchroner Kommunikation in der Zielsprache kann über das zuvor erwähnte Podcasting erzielt werden, wo Schüler*innen sich selbst dabei aufnehmen, wie sie eine vorgegebene Sprachaufgabe in der Zielsprache abarbeiten (siehe Kapitel #hörverstehen). Diese Dateien können in weiterer Folge von den Schüler*innen selbst in einem Forum einer Lernplattform bereitgestellt werden, wo sie Feedback auf ihre Aufnahme von ihren Mitschüler*innen erhalten. Durch sorgfältige Moderation der Lehrperson können mit dieser Methode auch über den asynchronen Weg rege Diskussionen angeregt werden bzw. ganze Themenblöcke durch die Schüler*innen selbst eingeleitet werden. Die Erstellung von bestimmten asynchronen Formaten wie short-form Videos (z.B. TikTok) Vlogs, Tutorials, oder Do-It-Yourself Videos kann ebenfalls ein motivierendes Setting für freies Sprechtraining darstellen, da auf die Lebenswelt der Schüler*innen eingegangen wird. Diese Art von asynchroner Kommunikation wirkt sich ebenfalls positiv auf die Medienkompetenz der Schüler*innen aus und stärkt deren Verständnis asynchroner Formate. Durch KI-gestützte Tools sowie Apps für den Fremdsprachenerwerb wie beispielsweise Duolingo, können Phrasen geübt bzw. sogar Gespräche geführt und aufgenommen werden, ohne einen menschlichen Gesprächspartner zur Verfügung zu haben, was neue Dimensionen der asynchronen Kommunikation im Fremdsprachenunterricht öffnet (Duolingo, o. D.).
Synchrone Kommunikation
Um intensive Interaktionsprozesse für das Mündliche zu initiieren, sind Sprechaktivitäten dialogischer Form angebracht, in denen nicht nur Inhalte reproduziert werden, sondern Kommunikation in der Zielsprache angestrebt wird. Um solch authentische Interaktionen anzuregen, braucht es ein motivierendes Szenario, in dem die Sprachaktivität situiert wird. Das kann in Form einer Simulation/Role Play sein aber auch in Form von einem Interview, einer Diskussion, einer freien Geschichte (jede Person erzählt immer nur ein paar Sätze weiter) oder einer moderierten Debatte über ein Thema. Wichtig ist dabei die Teilnehmer*innen ausreichend in den Kontext der Aktivität einzuführen, damit diese sich rein auf die Sprachproduktion und ihre Rolle anstatt den Rahmenbedingungen konzentrieren können.
Zur Unterstützung von Gesprächsentwicklung, von Konferenzen und multimedialem kollaborativem Austausch in synchroner Form bieten sich verschiedene Werkzeuge an (Döring & Pöschl, 2003; siehe Kapitel zu #kommunikation, #videokonferenz). Das dialogische Sprechen kann zu zweit oder in Gruppenarbeit durchgeführt werden, wobei gelenkte und freie Übungen eingesetzt werden können (Beißwenger & Storrer, 2005). Dadurch findet Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden, hauptsächlich jedoch unter Lernenden statt. Über Sprechaufträge hinaus eignen sich solche Software-Programme als reine Kommunikationsmittel in der Zielsprache zur Erarbeitung und Betreuung von kollaborativer Spracharbeit (zum Beispiel Schulprojekte, internationale Projekte). Dabei besteht der positive Effekt für das Lernen darin, dass die Lernenden auf diesem Wege – und umgeschaltet auf eine prinzipiell authentischere sprachliche Ebene – zur Anbahnung und Aufrechterhaltung der Kommunikation angeregt werden.
Einen zusätzlichen Motivationsfaktor zu den bereits genannten synchronen Kommunikationsformen im Fremdsprachenunterricht kann die Integration von Gamification-Elementen in die Sprachaktivität darstellen. Die Erstellung eines Rankings bzw. Vergabe einer Art Badge (über z.B. diverse Lernplattformen wie Moodle) an die beste Gruppe kann den kompetitiven Geist der Schüler*innen für zukünftige Aufgaben der Art wecken. Kahoot und Quizlet sind zwei Beispiele für digitale Tools, welche sich für diesen ergänzenden Zweck frei gestalten lassen, Gamification-Elemente wie Leaderboards und Timer enthalten und bei den Schüler*innen hohen Zuspruch erhalten (Kahoot, o. D.; Quizlet, o. D.).
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Zusätzlich zu unterschiedlichsten Kommunikationstools können auch Lernpartnerschaften gesucht und gepflegt werden. Hier unterstützen Angebote wie das „eTandem“ der Universität Bochum (Brammerts & Kleppin, 2001) oder Applikationen wie HelloTalk, wo man sich über eine App mit anderen Nutzer*innen, welche die Zielsprache als Muttersprache sprechen, regelmäßig per (Video-)Chat in Verbindung setzen kann (HelloTalk, o. D.).
Fremdsprachliche Schreibfähigkeit entwickeln
Schreiben wird – zusammen mit Sprechen – als produktive Fertigkeit charakterisiert. Das Schreiben, beziehungsweise der von Lernenden geschriebene Text, spielt im Unterricht eine bedeutende Rolle als Wiedergabe von Gelerntem, als persönliche Ausdrucksmöglichkeit der Lernenden, als Auseinandersetzung mit einem Text oder auch teilweise zu Prüfungszwecken, da ein geschriebener Text Sprachnormen fassbar repräsentiert und leichter bewertbar macht. Das Internet bietet zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten, um dieser Fertigkeit eine besondere und interessante Bedeutung zu geben (Würffel, 2008): das Senden von SMS oder Nachrichten via Social Media-Diensten wie WhatsApp, Telegram, Signal und co. zur informellen Kommunikation, der E-Mail-Verkehr im beruflichen Kontext, das Schreiben von Rezensionen und Stellungnahmen, das Erklären von Sachverhalten und Aufbereiten von Lerninhalten für Wikis und vieles mehr. Im Sinne der Förderung kommunikativer Kompetenz sollte dabei unbedingt die Verwendung unterschiedlicher Register der jeweiligen (Fremd-)Sprache in Verbindung mit unterschiedlichen Medien und Textsorten thematisiert und so ein Bewusstsein für situationsgerechte Kommunikation angeregt werden. Vor der praktischen Anwendung sollten daher authentische fremdsprachige Beispiele gelesen und diskutiert werden.
E-Mail-Projekte (Netz & Heinen, 2004) im Sinne von Brieffreundschaften mit Personen in der Zielsprache sind im Fremdsprachenunterricht sehr beliebt, da die Verwendung neuer Vokabel durch diesen spannenden Austausch unterstützt und der aktive Wortschatz dabei erweitert wird. Solche virtuellen Schulpartnerschaften werden in Europa vom EU-Programm eTwinning gefördert. Es vernetzt Schulen aus Europa über das Internet miteinander. Mit eTwinning findet man eine Partnerschule und arbeitet in einem geschützten virtuellen Klassenraum an einem gemeinsamen Unterrichtsprojekt (http://www.etwinning.net).
Für Hebel et al. (2002) zählen „im Netz interagieren“, „Dokumentation für einen Internetbeitrag zusammenstellen“ und „Netzpräsentation gestalten“ zu den produktiven Kompetenzen im Umgang mit dem Internet im Unterricht (S. 90). In diesem Sinne ist es auch förderlich Internetbeiträge als mögliches Format für Schreibaufgaben im Auge zu haben aufgrund deren Nähe zu der Lebenswelt der Schüler*innen.
Eine hervorragende Kombination all dieser Elemente bieten Web-Quests an. Web-Quests basieren auf einem didaktischen Modell, um sinnvoll mit Internet und PC zu arbeiten. „Die abenteuerliche Spurensuche im Internet“, deren Steuerungs- und Kontrollfunktion die Lernenden übernehmen, kann sie zum Lernen motivieren. Web-Quests stellen also eine Möglichkeit dar, im Unterricht lernendenzentriert zu arbeiten, sowie Computer und Internet sinnvoll einzusetzen (Moser, 2000). Zusätzlich fördern sie aufgrund der Heterogenität der angebotenen Medien einen integrativen Zugang zu einzelnen Fertigkeiten des Referenzrahmens, indem sie verstehendes Lesen und Hör-Seh-Verstehen mit produktiven Fertigkeiten, zum Beispiel durch das Erstellen eines schriftlichen Textes, verknüpfen. Zudem fordern sie die Rezeption unterschiedlicher Medien und machen einen Transfer der gefundenen Informationen in Hinblick auf Modus und Medien nötig.
Auch Weblogs und Wikis können die schriftliche Kommunikation im Fremdsprachenunterricht bereichern (Platten, 2008) und sowohl als Kommunikationsmedium (asynchron), Informationsquelle (aktuell und authentisch) und Publikationsmedium von Projekten und Ergebnissen fungieren. KI-gestützte Tools können neben automatisierten Korrekturen von Texten ebenfalls bei dem regelmäßigen Training von Schreibfertigkeiten Anwendung finden. Durch Generierung von eigenen, kleinen Schreibaufgaben zu einem Thema kann freies Schreiben gezielt trainiert und neues Vokabular angewandt werden.
Eine motivierende Umgebung für die Umsetzung einer Vielzahl an Schreibformaten bieten ebenfalls diverse Online-Dienste an, welche Gamification-Elemente sowie ein hohes Maß an kreativer Freiheit mit Schreibaufgaben kombinieren. Durch Edublogs kann beispielsweise ein Klassen-Blog in einer für Schüler*innen sicheren Umgebung erstellt werden. Dieser Dienst erlaubt es der Lehrperson die einzelnen Blogs und Blog-Posts sowie Reaktionen auf diese zu moderieren, wodurch eine konstruktive Blogumgebung, welche einem tatsächlichen Wordpress-Blog ähnelt, entsteht (Edublogs, o. D.). Frankenstories erlaubt es einer Gruppe von Personen Teile einer Geschichte zu demselben Input zu verfassen, wovon die Beste, auf der der weitere Verlauf der Geschichte aufbaut, von den Spielern gevotet wird (Frankenstories, o. D.). Storybird ist wiederum eine Plattform, welche Geschichten über visuelle Inputs anregen kann bzw. es ermöglicht, multimediale Geschichten zu einem Schreibauftrag zu erzählen (Storybird, o. D.).
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Sprachlernangebote im Web: Für Lernende, die keine konventionellen Sprachkurse in Anspruch nehmen können oder wollen, bietet das Web zahlreiche Online-Kursangebote, beispielsweise busuu.com und rosettastone.com. Zudem werden auch kostenfrei „virtuelle Klassenzimmer“ angeboten, zum Beispiel vom Berlitz-Verlag.
Sprachenportfolios
Das vom Europarat im Jahr 2000 initiierte „Europäische Sprachenportfolio/ESP” hat zwei Grundfunktionen, eine pädagogische und eine Berichts- und Dokumentationsfunktion (Schneider & Lenz, 2001, 3). Die pädagogische Funktion soll Lernende zum Sprachenlernen im Allgemeinen motivieren sowie zu plurilingualen und interkulturellen Erfahrungen und Selbstreflexion anregen. Die Berichts- und Dokumentationsfunktion hat zum Ziel, Lernende zur Dokumentation ihrer Sprachkompetenzen zu ermuntern. Auf Basis der Papierversion vom Juni 2000 wurde in enger Zusammenarbeit von EAQUALS (European Association for Quality Language Services) und ALTE (Association of the Language Testers in Europe) ein „Elektronisches Europäisches Sprachenportfolio/eESP” entwickelt und vom Europarat akkreditiert. Die elektronische Version wird für heranwachsende Lernende (15 Jahre und älter) empfohlen und ist derzeit auf Englisch und Französisch verfügbar. Das Sprachenportfolio selbst sowie ein Leitfaden für Lehrer*innen und ein Praxisheft mit Unterrichtsbeispielen können unter folgenden Links vom Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrum (ÖSZ) heruntergeladen werden:
- Sprachenportfolio: https://www.oesz.at/material-center/das-europaeische-sprachenportfolio-fuer-junge-erwachsene-esp-15/
- Leitfaden für Lehrer*innen: https://www.oesz.at/material-center/das-europaeische-sprachenportfolio-fuer-junge-erwachsene-leitfaden-fuer-lehrerinnen-und-lehrer/
- Praxisheft: https://www.oesz.at/material-center/praxisheft02/
Ebenfalls vom Europarat wurde der „europass“ entwickelt. Er besteht aus den fünf Teilbereichen Lebenslauf, Sprachenpass, Mobilität, Diploma-Supplement und Zeugniserläuterungen. Der persönliche „europass“-Sprachenpass dokumentiert mit Hilfe von Selbstbeurteilungsrastern die individuelle Sprachkompetenz, listet die erworbenen Zertifikate und Diplome auf und beschreibt die persönlichen sprachlichen Erfahrungen. So wie das eESP kann der „europass“ kostenfrei heruntergeladen werden (via http://www.europass-info.de).
Individuell gestaltete, multimediale, webbasierte Sprachenportfolios können aber auch mit Software wie Mahara, WordPress, Elgg und anderem erstellt werden (Buchberger et al., 2007). Ebenfalls eignen sich Tools wie das zuvor erwähnte Edublogs oder das Ideenfindungstool Padlet für die digitale Gestaltung und Freigabe eines Portfolios, wobei das Portfolio durch Edublogs vom visuellen Aspekt eher einem Blog ähnelt und durch Padlet individuellere Gestaltungsmöglichkeiten durch verschiedenste Templates ermöglicht werden (Edublogs, o. D.; Padlet, o. D.). Für die multimediale Gestaltung des Portfolios empfiehlt sich die Plattform Canva, da die Schüler*innen durch die unzähligen vorhandenen Designs ihr Portfolio einzigartig gestalten können (Canva, o. D.).
Fort-und Weiterbildungsmöglichkeiten für Fremdsprachenlehrer/innen im Web
Einige Institutionen wie das Goethe-Institut oder das Referat Kultur und Sprache im österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur bieten selbstständig Fort- und Weiterbildungsseminare für (Fremd-)Sprachenlehrer/innen an, die den Einsatz von Technologien beim Sprachenlernen behandeln. Fortbildungsmöglichkeiten werden auch auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung ausgeschrieben, wo oftmals auch einige Seminar für den Fremdsprachenunterricht angeboten werden (siehe https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/fpp/lfwb.html). Selbstverständlich liefern aber auch viele der weiter oben genannten Internetressourcen sowie Fernlehre- oder Blended-Learning-Angebote internationaler Universitäten und Hochschulen Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrende. Eine neue Art der Fortbildungsmöglichkeit findet sich auch in den MOOCs (siehe Kapitel #lll, #offeneslernen).
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Moderne Technologien ermöglichen im Fremdsprachenunterricht neben leicht zu realisierender Informationsbeschaffung auch globale Vernetzung, weltweite Kommunikation und Kooperation sowie Zugang zu topaktuellen authentischen Quellen und Unterrichtsmaterialien.
In der Praxis: eTwinning-Projekte
eTwinning ist Teil des COMENIUS-Projektes und versucht, Schulen im europäischen Raum für Unterrichtsprojekte in geschützten virtuellen Klassenräumen zu vernetzen. Im Folgenden sollen deren Projekte und Ablauf kurz vorgestellt werden.
eTwinning-Projekte
eTwinning-Projekte eignen sich für alle Unterrichtsfächer und Schulstufen und erlauben die Vernetzung mit Klassenzimmern aus anderen Ländern zur Kollaboration an einem Thema. Schüler*innen bekommen dabei die Chance, ein Unterrichtsthema aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, als sie dies gewohnt sind durch den Projektkontext sowie die zusätzlichen Einblicke in den Unterricht anderer virtueller Klassenzimmer. Dabei soll die Neugierde der Schüler*innen auf den interkulturellen Austausch sowie ein tieferes Verständnis für den Projektinhalt geweckt werden. Lehrkräfte bekommen ebenfalls die Chance mit Unterrichtspraktiken aus anderen Kulturen in Kontakt zu treten. Nach Abschluss des Projekts besteht auch die Chance, dass dieses für eine Auszeichnung von eTwinning selbst nominiert wird (eTwinning, o. D.-a).
Projektteilnahme/-ablauf
Für die Teilnahme an einem eTwinning-Projekt ist lediglich eine Registrierung auf der European School Education Platform notwendig (ESEP). Lehrkräfte aus 46 europäischen Ländern haben hier die Möglichkeit, sich online zu vernetzen und gemeinsam an einem Projektthema zu arbeiten. Die Plattform stellt ein sicheres, virtuelles Klassenzimmer zur Verfügung, in dem Lehrkräfte und Schüler Werkzeuge wie einen Webseiteneditor, Live-Chat, Forum, Bildergalerie oder ein Videokonferenztool nutzen können. eTwinning eignet sich auch hervorragend als Ergänzung zu Erasmus+ Projekten und fördert die internationale Zusammenarbeit und den interkulturellen Austausch (eTwinning, o. D.-b).
Links zu den Endprodukten einiger Projekte als auch weitere Praxisbeispiele finden sich bei Diigo (https://groups.diigo.com/group/l3t_20) unter den Schlagworten #l3t und #sprache bzw. #l3t_sprache.
Ausblick
Das weite Feld der Fremdsprachenaneignung- und -vermittlung mit Hilfe neuer Technologien nahm in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung, die sich in Zukunft in erhöhtem Tempo fortsetzen wird. Das immer größer werdende Angebot an modernen Technologien und KI-gestützten Tools erleichtert zunehmend die Informationsbeschaffung, Materialerstellung, sowie internationale Kollaboration und Kommunikation. Dies ermöglicht selbstbestimmten Lernenden ihren individuellen Bedürfnissen im Fremdsprachenlernen entsprechend Angebote zu nutzen. Jedoch birgt diese Freiheit auch die Gefahr, dass der Überblick in der Fülle der Angebote verlorengeht bzw. Angebote, welche ein gewisses Mindestmaß an Qualitätsstandards nicht erreichen, wahrgenommen werden, was frustrierend für Lernende sein kann.
Auch wenn die Arbeit mit modernen Technologien von Lernenden gegenüber konventionellen Werkzeugen und Methoden geschätzt wird, stellt sie selbst für technologieaffine Lernende gelegentlich eine hohe Herausforderung dar. Zumindest bei vielen älteren Menschen besteht nicht selten eine Hemmschwelle gegenüber Computer, Internet und KI.
Für Fremdsprachenlehrende und -lernende bedeutet dies, dass die (Weiter-)Entwicklung der Medienkompetenz, die kontinuierliche Fortbildung des Lehrpersonals und die Aufnahme neuer Lehr- und Lernformen (zum Beispiel Blended Learning) in die Curricula hohe Priorität hat. Weitere Forschungsergebnisse sind wünschenswert und könnten einen wertvollen Beitrag zur sinnvollen Weiterentwicklung des technologieunterstützten Fremdsprachenunterrichts leisten.
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Welche Technologien, Werkzeuge und Methoden sind für Ihre Bedürfnisse als Fremdsprachenlernende/r oder -lehrende/r zielführend?
Literatur
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Brammerts, H. & Kleppin, K. (2001). Selbstgesteuertes Sprachenlernen im Tandem. Ein Handbuch. Forum Sprachlehrforschung. Tübingen: Stauffenburg.
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